Am 5.3.2020 veranstaltete das Transporthubschrauberregiment (THR) 30 in Niederstetten einen Pressetag zum Start der Goodbye Huey Tour und zur Vorstellung des neuen Rettungshubschrauber H145 LUH SAR.

Eine Legende meldet sich ab – ein Abschied mit Wehmut, der Einsatz der Bell UH-1D bei der Bundeswehr wird voraussichtlich am 30.6.2021 beendet sein.
Aus diesem Anlass erhielt die 73+08 eine sehr schöne Sonderlackierung, das Design der Good-Bye Huey wurde von einem aktiven Piloten der Einheit über mehrere Jahre hinweg entworfen und verfeinert.

Umgesetzt wurde sie von Lackierer Walter Maurer (70 Jahre) bei der RUAG in Oberpfaffenhofen, wo die Huey zu einer turnusmäßigen Überholung war.

Die Huey wird in 2020 auf eine Deutschland-Tour gehen und viele Veranstaltungen besuchen.
Einzelheiten zur Deutschlandtour und mehr findet ihr hier: https://www.goodbyehuey.de/

Ein Flugtag zur Verabschiedung in Niederstetten ist laut Angaben der Verantwortlichen nicht geplant.
Zusätzlich zu der bunten Huey konnte man eine SAR UH-1D in Standardlackierung und den Nachfolger LUH SAR H-145M ausgiebig von innen und außen begutachten.
Eine neue LUH SAR (77+02) flog ein kleines und schönes Display inkl. Rettungswindeneinsatz.

Kommandant Oberst Peter Göhringer stellte in einem interessanten Vortrag die Aufgaben der Einheit (30er) inkl. SAR und die Besonderheiten der beiden SAR Hubschraubertypen vor.
In Niederstetten sind zur Zeit 22 NH-90 im Einsatz, weitere 10 Exemplare werden noch erwartet. In Zukunft werden dann auch 7 LUH SAR H-145 bei der 7. Staffel SAR im Einsatz stehen, zur Zeit sind bereits 2 ausgeliefert.
Im Augenblick sind noch 25 UH-1D im Einsatz.
Die Huey erflog in fast 50 Jahren bei der Bundeswehr ca. 2’3 Mio Flugstunden und erwies sich als überaus zuverlässig, so gab es etwa in dieser Zeit nur 4 Fälle von Triebwerksversagen.

Viele Auslandseinsätze am Balkan, Hilfseinsätze bei Hochwasser- , Erdbeben- und Schneekatastrophen als auch zur Waldbrandbekämpfung prägten die Vielseitigkeit der Huey.

Oberst Göhringer erklärte den Unterschied zwischen ziviler Primärrettung (mit Notarzt und meist nur bei Tag) und den SAR Aufgaben der Staffel, die durch die ICAO und das Chicagoer Abkommen von 1944 vorgegeben sind.
(Spezielle Such- und Peilelektronik für Suche und Rettung, militärische SAR, Notfälle im zivilen Luftverkehr.., bei Tag und Nacht sowie allwetterfähig)

Weiterhin betonte Oberst Göhringer, dass der Musterwechsel und das Training der Besatzungen für die neuen LUHs bei laufendem SAR Betrieb erfolgt.

Vielen Dank für den interessanten Vormittag in Niederstetten und always happy landings an das THR 30!

Text und Fotos:
Gerhard Plomitzer
www.plomi.smugmug.com

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