Beim Kampfpanzer Leopard 1A3 handelt es sich um Fahrzeuge des 5. Bauloses der Leopard 1 Fertigung. Während die ersten 232 Fahrzeuge dieses Bauloses mit einem im Gegensatz zu den Vorgängerlosen verstärkten gegossen Turmgehäuse als Leopard 1A2 ausgeliefert wurden, erhielten die letzten 110 Fahrzeuge (Fahrgestell-Nummern 14233 – 14342) einen geschweißten Turm. Diese erhielten die Bezeichnung „Leopard 1 A3“.

Die Kampfpanzer wurden zwischen Mai und November 1973 an die Truppe ausgeliefert.

Zur Grundausrüstung der Fahrzeuge gehörten:

– geschweißtes Turmgehäuse
– Konventionelle Feuerleitanlage mit TEM 2 A, TRP 2 A, IR-Zielgerät B 171 IV, TZF 1 A
– Elektro-hydraulische Waffenrichtanlage mit Waffenstabilisierung
– Dreh- und kippbarer Winkelspiegel für Ladeschützen
– Wärmeschutzhülle für Bordkanone
– Verbindergleiskette D 640 A mit auswechselbaren Kettenpolstern
– seitliche Kettenblenden
– verbesserte Motorbrennluftfilter
– ABC-Kompaktanlage
– BIV-Nachtsichtgerät für Fahrer und Kommandant

Eingesetzt wurden die Fahrzeuge in der 10. Panzerdivision bei den PzBtl der PzGrenBrig (bis 1981 PzBrig) 30 sowie beim PzAufklBtl 10 in Ingolstadt. Einige wenige KPz verblieben in der Umlaufreserve bzw. bei der Kampftruppenschule in Munster.

Der Leopard 1A3 blieb, zumindest bei der Panzertruppe, bis 1989 in der Nutzung und wurde dann vom Leopard 2 abgelöst.

Über den Autor: Iggi0958

Als "Kind des Kalten Krieges" in unmittelbarer Nähe zu den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels aufgewachsen, die REFORGER-Übungen live miterlebt, wurde ich damals mit dem "Panzervirus" infiziert und bin ihn nicht mehr los geworden. Mein Herz hängt noch immer an der guten, alten Zeit!
Und ab und zu baue ich mir dann auch mal ein "Erinnerungsstück" aus Plastik im Maßstab 1/35.