Am 4.3.20 lud das Mediateam Augustdorf zu einem Medientag auf dem Übungsplatz Bergen anlässlich des letzten Gefechtsschießen des Schützenpanzers Marder ein.
Beim PzGrenBtl 212 werden die letzten Marder nach fast 50 Jahren Einsatzzeit voraussichtlich im Laufe des Jahres 2020 außer Dienst gestellt und durch das Waffensystem Puma ersetzt.
Nach Begrüßung durch die Herren Wander und Waltemathe fuhren wir mit einem Bus zur Schießbahn 6. Dort standen Soldaten mit Bewaffnung zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung und ein Schützenpanzer PUMA konnte aus der Nähe besichtigt werden. Am Vormittag ist ein Gefechtsschießen vom Schützenpanzer Puma geplant, am Nachmittag dann der letzte scharfe Schuß vom Marder bei den 212ern.

Hauptmann Daniel Ahnert, der Kompaniechef der 4. Kompanie, erklärt uns am Geländesandkasten die Lage und das Vorgehen seiner Pumas. Ein Zug Pumas unterstützt von einem Halbzug Leopard 2 kommt zum Einsatz und wir können ein intensives Gefecht mit anschließendem Rückzug beobachten.
Wir dürfen hautnah dabei sein, als am Waldrand die Panzergrenadiere die Gefechtsart wechseln und den Schützenpanzer verlassen, um sich im Wald in Richtung der feindlichen Kräfte vorzuarbeiten, wir Presseleute immer knapp dahinter, mittendrin statt nur dabei! Ziel ist, eine vom Gegner angelegte Panzersperre mit Hilfe von ca. 10kg Sprengstoff zu beseitigen. Die Sprengung dürfen wir dann wieder vom Gefechtsstand aus beobachten.

Weiter geht es zum Mittagessen und anschließend zur Schießbahn 9, wo uns Oberstleutnant Maik Cohrs begrüßt und uns auf den letzten scharfen Schuß des Marders vorbereitet. In Kompaniestärke rücken die Marder vor, unterstützt wiederum von einem Halbzug Leopard 2. Nach heftigem Gefecht ziehen sich die Marder unter Einsatz von Nebelwänden wieder zurück und wir dürfen aus der Nähe das Absitzen der Panzergrenadiere beobachten und fotografieren. Zusammen mit Sicherheitspersonal und unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften dürfen wir die Soldaten beim gefechtsmäßigen Vorrücken begleiten. Eine vom Gegner durchgeführte Sprengung macht den Einsatz der Pioniere notwendig, die mit dem Brückenpanzer Biber anrücken und die durch die Sprengung entstandene Senke überbrücken, so dass die vielen Marder nun über die Biberbrücke schnell weiter vorrücken können.

Eine erfolgreiche Übung für alle Beteiligten und ein stilvoller Abschied für den Marder bei den 212ern. Dies gilt übrigens auch für Oberstabsfeldwebel Michael Schnitzer, ein Marder Mann seit vielen Jahren, der Berufssoldat verabschiedet sich zusammen mit dem Marder in den wohlverdienten Ruhestand.

Mein Dank geht an die Bundeswehr, die beteiligten Soldatinnen und Soldaten und vor allem natürlich an das Mediateam Augustdorf mit den Herren Wander und Waltemathe an der Spitze. Mittendrin statt nur dabei war das Motto in Bergen und dies ist ganz und gar nicht selbstverständlich, vor allem bei solch einer großen Gefechtsübung. Danke für die Unterstützung, ich habe die weite Reise in den hohen Norden nicht bereut.

Ich hoffe die Fotos gefallen, bis bald und bleibt alle gesund!

Best regards

Gerhard Plomitzer

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Über den Autor: Gerhard Plomitzer

Gerhard Plomitzer
Passionate photographer with interests in aviation, the military, classic cars, nature, sports and especially cycling. Photographer/Journalist DFJ.e.V. www.plomi.smugmug.com
Published On: 05.05.2020|Kategorien: 202x|Tags: |
Combined Resolve XIII - Media Day
Versorgungsbataillon 141 auf Übung

5 Kommentare

  1. Sven
    Sven 5. Mai 2020 um 21:06

    Hallo Gerhard,
    ein riesen großes Dankeschön für diesen vorzüglichen Beitrag! Wie ich an anderer Stelle bereits schrieb, hat das Mediateam Augustdorf ein überaus gelungenes und rundes Programm auf die Beine gestellt! 
    Das Bildmaterial ist, wie man es von Dir ohne Frage gewöhnt ist, einfach bombastisch!  Die Bilder vermitteln die Dynamik und Action auf allerhöchstem Niveau! Die Übungsabläufe sind perfekt in Szene gesetzt. Die Galerie ist durch die Vielfalt an Fahrzeugen herrlich abwechslungsreich. Ein absolut sehenswerter Artikel!!!
    Nochmals ganz, ganz großes Dankeschön für Deine Mitarbeit!!!
    Viele Grüße
    Sven

  2. Avatar
    Mathias 6. Mai 2020 um 20:06

    Hi Gerhard,

    herzlichen Dank für den Bericht und die Bilder – echt super. Am besten gefällt mir das Bild mit dem “nebelnden” Marder.
    Habe ich das richtig gesehen: Beim Puma wird der Ladezustand der Waffenanlage über Kontrollleuchten und nicht mehr mit Flaggen angezeigt?

    LG und bleib gesund

    Mathias

  3. TBV
    TBV 6. Mai 2020 um 20:55

    Hey Gerhard,

    da kann man schon neidisch werden, wenn man Deine Bilder so sieht !!!! Die Truppe Klasse in Szene gesetzt und dann auch noch ein toller Bericht dazu, was will man mehr !!!! Ich bin echt froh, daß Du hier auch auf M 136 vertreten bist !!! Ich freue mich auch schon auf weitere Artikel von Dir, wenn uns dann irgendwann vielleicht mal wieder die Möglichkeit geboten wird etwas zu erleben .

    Viele Grüße und bleibt alle zusammen gesund

    Tom

  4. Gerhard Plomitzer

    Hallo zusammen, vielen Dank für eure lobenden Worte, es freut mich sehr, dass die Fotos Euch gefallen.
    Mathias, ja, so ist das wohl, Flaggen habe ich bei den Pumas keine mehr gesehen.
    LG und bleibt gesund
    Plomi

  5. Avatar
    DeltaEcho80 12. Mai 2020 um 11:05

    Hallo Gerhard,

    Danke für die tolle Bilderserie.

    Als ehemaliger Kraftfahrer auf einem Marder blutet mir schon ein wenig das Herz. Was ich vom Puma halte, werde ich hier nicht breit treten.
    Und der eine Truppführer, der beim Absitzen in voller Körpergröße hinter der Kampfraumklappe aufrecht steht (!!) und seine Soldaten einweist, wäre von meinem Spieß an Ort und Stelle im wahrsten Sinne des Wortes “flach” gemacht worden.

    @Mathias: Ja, die Flaggensignale werden durch eine Leuchte ersetzt. Diese wird bei Bedarf nur noch hochgeklappt.

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