Project Description

Reforger 86 – Certain Sentinel

  • 15.01.1986 bis 24.01.1986
  • Schweinfurt, Hof, Dinkelsbühl, Regensburg, Cham, Kulmbach, Weiden, Schwandorf, Ansbach, Kitzingen, Bad Windsheim
  • 73.000 Soldaten, 21.000 Rad- und Kettenfahrzeuge
  • FTX
  • USA, BRD, CDN
  • VII. (US) Corps (Übungsleitung)

Einheiten:

Blau:
1st (US) Armored Division
– 1st Battalion – 13th Armored Regiment (Illesheim) (M60 A3)
– 1st Battalion – 22nd Field Artillery Regiment
4th (CA) Mechanized Brigade Group (CMBG)
11th (US) Amored Cavalry Regiment “Black Horse” (Fulda)
2nd (US) Amored Cavalry Regiment
210th (US) Field Artillery Brigade
212th (US) Field Artillery Brigade

Reforger-Truppen (Blau):
32nd mot. Infantry Brigade (ARNG, Wisconsin)
724th Engineer Battailon (ARNG, Wisconsin)
Teile, 212nd Field Artillery Brigade (Ft. Still, Oklahoma)
145th Engineer Battailon (ARNG, Alabama)
– 166th Engineer Company
184th Transportation Brigade (ARNG, Mississippi)
Teile, 34th Engineer Battailon

Orange:
72nd (US) Field Artillery Brigade
Panzerbrigade 36 (GE)
– Stabskompanie
– Panzerbataillon 344 (Leopard 2A4)
– Panzerbataillon 363 (Külsheim)
– Panzergrenadierbataillon 362
Bundesgrenzschutz

Reforger-Truppen (Orange):
HQ, 1st (US) Infantry Division (Mech) (Ft. Riley, Kansas) (9500 Soldaten)
– 3rd Battalion – 6th Field Artillery Regiment (MLRS)
– 1st Brigade
– 1st Battalion – 34th Armored Regiment
– 2nd Brigade
32nd (US) Infantry Brigade (Seperate) (ARNG, Wisconsin)

Leitungs- und Schiedsrichterdienst:
8th (US) Infantry Division

Ballungsraum:
Ansbach, Colmberg, Wolframs- Eschenbach, Wassertrüdingen (US Feldbäckerei), Grafenwöhr, Kappel

Manöverzentrale:
Herzogenaurach

Aufmarsch:
– Das Panzerbataillon 363 wurde in Tauberbischoffsheim verladen und zog in Zeinried unter. Dort blieb das Bataillon bis zum Übungsende
– Das Panzergrenadierbataillon 362 wurde in Walldürn verladen

Übungsbeginn: 20.01.1986 (15.01.1986)
Übungsende: 30.01.1986 (am 24.01. abgebrochen)

Anzahl Soldaten: 73.000 (insg.)
– USA: 48.000
– BRD: 4.800
– CDN: 4.100
Rad- und Kettenfahrzeuge: 21.000

Brückenschläge:
– Main- Donau- Kanal durch das 16th (US) Engineer Battalion der 1st (US) AD für eine US National Guard Einheit
– Main bei Bischberg durch das 1st (US) Engineer Battalion der 1st (US) AD mittels M88MFAB/F
– Main bei Eltmann durch das 1st (US) Engineer Battalion der 1st (US) AD mittels M88MFAB/F

Besonderheiten:
– Es wurden 18.000 US Soldaten aus den USA eingeflogen. Hierfür wurden die Flughäfen Frankfurt, Ramstein und Stuttgart (Echterdingen) genutzt. In Stuttgart landeten 35 Maschinen mit insg. 6.000 Soldaten der 1st (US) Infantry Division. Genutzt wurden außerdem die Flughäfen in Brüssel und Luxemburg.
– Das Gerät wurde über Antwerpen eingeschifft (13.01. USNS Antares und USNS Algol). Die GTS Callaghan wurde in Zeebrugge entladen
– Es wurden 219 Eisenbahntransporte und 337 Straßenmärsche zu Beginn der Übung durchgeführt.
– Der Landkreis Nürnberg war Aufmarschgebiet für die 1st (US) Armored Division
– Die Übung stand bis zu letzt auf der Kippe. Nach einigen Versuchen, die Übung wie geplant durchzuführen, wurde die Übung gestoppt und als Stabsrahmenübung weitergeführt. Da der Boden min. 20cm durchgefroren sein musste, wurden ständig Messungen durchgeführt. Das regenreiche und relativ milde Wetter war Schuld am vorzeitigen Aus der Übung.
– “Certain Sentinel” bedeutet “Sicherer Wächter” bzw. “Sichere Wacht”
– Erstmals kamen die neuen Fahrzeuge der M977- Serie zum Einsatz
– 400m östl. von Zell (Hof) stürzte ein US Hubschrauber des 11. AVN Battailon ab, nachdem er mit einer Kufe im Schnee hängenblieb und auf die Seite kippte.
– Zwei Helis des 11th (US) Amored Cavalry Regiment “Black Horse” aus Fulda stießen zusammen.
– Unter anderem waren Teile des Bundesgrenzschutzes involviert
– Die 32nd (US) mot. Infantry Brigade (ARNG, Wisconsin) war der größte Reservisten- Verband, der je an einer Übung in Deutschland teilgenommen hat. Das Großgerät der Brigade wurde komplett aus den USA in die BRD (über Antwerpen) verlegt!
– Der Leopard 2A4 wurde zum ersten mal eingesetzt
– Der Rückmarsch der Truppen erfolgte u.a. über die A9 und A6