Reforger 88 – Certain Challenge

  • 09.09.1988 bis 23.09.1988
  • Würzburg, Bad Kissingen, Bamberg, Nürnberg, Dinkelsbühl, Heidenheim, Heilbronn, Bad Mergentheim, Wertheim, Hanau, Fulda, Coburg, Ulm, Augsburg, Weissenburg
  • 124.841 Soldaten, 15.000 Rad- und 7.000 Kettenfahrzeuge
  • FTX
  • USA, BRD, CDN, F, DK
  • V. und VII. (US) Corps (Übungsleitung)

Blau:
V. (US) Corps
3rd (US) Armored Division
– 2nd Brigade
– 3rd Brigade
– 4th Brigade
8th (US) Infantry Division (Mech.)
– 2nd Brigade
– 3rd Brigade
– 4th Brigade
10. (GE) Panzerdivision (Sigmaringen)
– Panzergrenadierbrigade 30 (Ellwangen)
– Panzergrenadierbataillon 301 (Ellwangen – Marder)
– Panzergrenadierbataillon 282 (Dornstadt – Marder)
– Panzerbataillon 304 (Leopard 1 A3A1)
– Panzerartilleriebataillon 305 (Donauwörth – M109
– Panzerbrigade 29 (Sigmaringen)
– Panzerbataillon 291 (Leopard 2)
– Panzergrenadierbataillon 292 (Immendingen – Marder)
– Panzerbataillon 293 (Stetten a. k. M. – Leopard 2)
– Panzerbataillon 294 (Stetten a. k. M. – Leopard 2)
– Panzerartilleriebataillon 295 (Immendingen – M109G)
4. (GE) Panzergrenadierdivision (Regensburg)
– Teile Panzergrenadierbrigade 10 (Weiden)
– Panzergrenadierbataillon 102 (Bayreuth – Marder)
– Feldartilleriebataillon 101 (Pfullendorf – FH70, M110)
– Panzergrenadierbataillon 101 (Weiden – Marder/Leopard 1)
– Panzerflugabwehrkanonenregiment 10 (Sigmaringen – Gepard)
– Pionierbataillon 10 (Ingolstadt)
4. (GE) Panzergrenadierdivision (Regensburg)
– Teile Panzergrenadierbrigade 10
– Panzergrenadierbataillon 102
– Panzergrenadierbataillon 101
– Pionierbataillon 10 (Ingolstadt)
11th (US) Amored Cavalry Regiment “Black Horse” (Fulda)
130th (US) Engineer Brigade
41st (US) Field Artillery Brigade
205th (US) Military Intelligence Brigade
13. (F) Fallschirmjägerregiment
Königliches dänisches Jägerkorps (DK)

Reforger-Truppen (Blau):
3rd Amored Cavalry Regiment (Fort Bliss, Texas)
197th Infantry Brigade (Mech) (Seperate) (Fort Benning, Georgia)
115th Engineer Group (ARNG, Utha)
10th (US) Mountain Division (Ft. Drum, New York)
– 1st Battailon / 87th (US) Infantry Regiment (640 Soldaten, 19 Hummer)
FRC 519th Military Police Battailon (US)
HQ, 1st (US) Corps (100 Soldaten) (Fort Lewis, Washington)
593rd Support Group (Brüssel) (Fort Lewis, Washington)

Gold:
VII (US) Corps
3rd (US) Infantry Division (Mech.)
– 1st Brigade
– 2nd Brigade
– 4th Brigade
1st (US) Infantry Division (Fwd)
2nd (US) Amored Cavalry Regiment
72nd (US) Field Artillery Brigade
11th (US) Combat Aviation Battailon
210th (US) Field Artillery Brigade
7th (US) Engineer Brigade
207th (US) Military Intelligence Brigade
12. (GE) Panzerdivision (Veitshöchheim)
– Panzergrenadierbrigade 35 (Hammelburg)
– Panzergrenadierbataillon 351 (Hammelburg – Marder/Leopard 1)
– Panzergrenadierbataillon 352 (Mellrichstadt – Marder)
– Panzerbataillon 354 (Hammelburg – Leopard 1)
– Panzerartilleriebataillon 355 (Wildflecken – M109G)
– Panzerjägerkompanie 350 (Mellrichstadt – Jaguar 2)
– Panzerpionierkompanie 350 (Hammelburg)
– Instandsetzungskompanie 350 (Hammelburg)
– Jägerbataillon 126 (Hammelburg)
– Heeresfliegerstaffel 12 (Niederstetten – Aluette II)
– 6./ Fallschirmjägerbataillon 760
– Teile Panzeraufklärungsbataillon 12 (Ebern – Leopard 1/Luchs)
– Teile, Panzerbrigade 36 (Bad Mergentheim)
– Panzergrenadierbataillon 362 (Walldürn – Marder)
4th (CA) Mechanized Brigade Group (CMBG)

Reforger-Truppen (Gold):
1st (US) Infantry Division (Mech) (Fort Riley, Kansas)
– HQ
– 1st Brigade
– 4th Brigade
2nd Battalion – 128th TOW Light Anti Tank Regiment (TLAT) (ARNG, Wisconsin) (TOW- Hummer, 380 Soldaten)

Leitungs- und Schiedsrichtertruppe:
hauptsächlich 1st (US) Armored Division, sowie Teile der Korpstruppen

Aufmarschgebiet:
Feuchtwangen, Dinkelsbühl, Uffenheim, Neustadt, Gerolfingen, Wassertrüdingen, Wilburgstetten, Sinbronn, Helmstadt (US), Ochsenfurt (BW)

Ballungsraum:
südlich Würzburg, Heilbronn, A3, Niederstetten, Kühndorf, Weikersheim, Bamberg, Forchheim, Uffenheim, Steigerwald, Bad Mergentheim, Herbolzhausen, Marktbergel, Heikersheim, Bad Windsheim, Rothenburg o. d. Tauber

Anzahl Soldaten: 124.841 (insg.)
– USA: 103.133
– BRD: 16.358
– CDN: 5.100
– FR: 150
– DK: 100
Anzahl Radfahrzeuge: 15.000
Anzahl Kettenfahrzeuge: 7.000 (insg.)
– Kampfpanzer: 1.095
– Mehrfachraketenwerfer: 92
– Artelleriegeschütze: 400
– Panzerabwehrraketensysteme: 795
Anzahl Hubschrauber: 631

Besonderheiten:
– 17.000 US Soldaten wurden aus den USA eingeflogen. Dazu wurde unter anderem der Nürnberger Flughafen genutzt. Das schwere Gerät gelangte per Schiff über Antwerpen nach Europa
– Die Übung “Landesverteidigung 88” war in die Übung integriert. Es wurden die Gewässerübergänge über den Rhein für die Reforger-Einheiten zur Verfügung gestellt
– V. und VII. (US) CORPS waren erstmals Gegner. Zuvor wurde immer abwechselnd geübt
– Nach Abschluss des Manövers führte das 3rd Amored Cavalry Regiment in Grafenwöhr und die 197th Infantry Brigade in Wildflecken ein Scharfschiessen durch
– Die M60 A3 hatten ihren letzten Manöverauftritt im freien Gelände
– Es handelte sich um eine rein freilaufende Übung ohne Drehbuch. Es gab daher auch keinen Gewinner. Im Vordergrund stand die Aktions- Reaktionsfähigkeit des Führungspersonals
– “Certain Challenge” heißt übersetzt “Sichere Herausforderung”
– Die Übung wurde von General John R. Galvin geleitet
– Der Abmarsch der US-Übungstruppe kann als fluchtartig beschrieben werden und führte zu einem Verkehrschaos in Nordbayern

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Erinnerungen von Peter Domes:

Ich war damals S2-Offizier beim Panzerartilleriebataillon 355 (Wildflecken) und war auf dem Gefechtstand des Bataillons eingesetzt. Der Gefechtsstand bestand aus 2 LKW 1,5to gl Unimog Funkkoffer. Diese wurden Heck an Heck zusammengestellt und mit einer Zeltkonstruktion überbrückt. Gearbeitet wurde in den Funkkoffern (Funken, Lagekarte führen). Es wurde in zwei Schichten gearbeitet: Schicht 1 war der S3-Stabsoffizier und stellvertretende Bataillonskommandeur mit dem S2-Feldwebel. Schicht 2 war der S2-Offizier mit der S3-Fw und dem Bataillonsfeuerleitfeldwebel.

Die Radfahrzeuge verlegten damals im Landmarsch von Wildflecken über die A7 in einen Verfügungsraum nördlich Crailsheim – Marschstrecke ca. 200 km.

An folgende Ereignisse erinnere ich mich noch gut:

Wir hatten ein amerikanisches Artilleriebataillon zur Feuerverstärkung. Deren Gefechtsstand hatte sich verfahren und fuhr auf der Autobahn in Feindrichtung, bis er von einem Hubschrauber wieder eingefangen wurde.

Beim Angriff der Brigade nach Norden in Richtung Main kam es immer wieder zu Verzahnungen mit der Übungstruppe Blau. Eines unserer Erkundungskommandos wurden in einem Fall von zurückweichenden US-Panzern von deren Besatzung mit Orangen beworfen – glaubt einem heute keiner mehr.

Es nahmen auch KSE-Beobachter am REFORGER teil. Einige Offiziere von uns nahmen dann an einem gemeinsamen Mittagessen teil.

Herzlichen Dank an Peter Domes für die umfangreichen Korrekturen!

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