Hermelin II 67

  • 06.11.1967 bis 10.11.1967
  • Lüneburg, Göttingen, Celle, Braunschweig, Salzgitter, Hildesheim, Hannover, TrÜbPl. Bergen-Hohne
  • 36.000 Soldaten mit 9.000 Rad- und 2.000 Kettenfahrzeugen
  • FTX
  • BRD, NL, UK, CDN, FR
  • 1. (GE) Korps (Übungsleitung)

Einheiten:

Blau:
1. (GE) Panzergrenadierdivision (Blau)
6th (UK) Infantry Brigade (Blau)
15/19 King Royal Hussars (Panzer)(Blau)
UK Infantry Regiment “Devonshire and Dorset” (Blau)
UK Infantry Battalion “Sherwood Forresters” (Blau)
UK Infantry Battalion “The Royal Green Jackets” (Blau)
2nd (UK) Regiment Royal Artillery (Blau)
25th Corps Engineer Regiment (Blau)
6th (UK) Infantry Brigade (Blau)
22nd Royal Canadian Regiment (Panzerabwehrkompanie) (Blau)
3. (FR) Escadron, 1. Regiment de Spahis (Blau)

Rot:
3. (GE) Panzerdivision (Rot)
41. (NL) Panzerbrigade (Rot)
2. ATAF

Brückenschläge
– Winsen (Aller)
– Opperhausen (Aller)
– Flettmar (Aller)

Besonderheiten:
– erster Einsatz des Leopard 1

Archiv E. Uhde

Archiv S. Karp

Projekt Details

Kategorien:

Von:

+1

Ein Kommentar

  1. Avatar
    Free Lion 20. Dezember 2017 um 18:33

    Hermelin II
    Ich erinnere mich noch ziemlich gut an den 05. Nov. 1967. Es war Sonntagvormittag und ich kam als angehender Konfirmand von der Kirche. Da hörte ich das typische Klopfen der Bell UH-1D in der Luft. Es wurde lauter und lauter. Und nun sah ich sie: wie an einer Schnur gezogen flogen mehr als 10 „Teppichklopfer“ entlang eines Bachlaufes direkt auf unser Dorf zu. Dann setzte einer nach dem anderen am Dorfrand auf Wiesen und Feldern auf. Kurze Zeit später folgten mindestens genau so viele Alouette 2, die am Sportplatz und auf einer freien Fläche nahe des Friedhofes landeten. Nach dem Mittagessen kamen die Radfahrzeuge: Munga, Unimogs S404, Ford Nato-Ziege, Mercedes 5-Tonner, MAN 5-Tonner, Faun-Tankwagen, Faun-Tieflader, Magirus-Kranwagen usw. Sie zogen auf den Gehöften unter. Zu dieser Zeit gab es bei uns in Dassensen noch 15 Vollerwerbslandwirte, heut sind es noch zwei!
    Während des Manövers „Hermelin II“ hatte das Heeresfliegerbataillon 1 aus Hildesheim unseren Ort als Feldbasis in Beschlag genommen. Bereits im Frühjahr kamen die Quartiermacher und hatten mit den Landwirten Übernachtungsverträge geschlossen. Die Truppe blieb 4 Tage im Ort. Da sich das Hauptübungsgebiet von „Hermelin II“ nordöstlich von Hannover befand, flogen die Helikopter morgens zu ihren Einsätzen und kamen in der Dämmerung zurück. Während dessen gab es im Dorf das typische Manöverleben. Im Stabs- und Lagezentrum wurden Berichte verfasst und Landkarten erstellt, die Inst-Gruppe werkelte an einem auseinandergebauten Heli herum und die Küchenbullen sorgten für warme Mahlzeiten. Zwei Faun-Tankwagen waren unter hohen Lindenbäumen untergezogen. Die Tarnnetze hingen im Baum. Zur Betankung der Helis fuhren die LKW´s aus ihrer Tarnung hervor auf die Wiese. Durch das häufige Vor- und Zurückfahren hatten sich tiefe Spuren gebildet. Das war der einzige Manöverschaden in Dassensen während Hermelin II. Mit den Soldaten hatten sich schnell freundschaftliche Kontakte gebildet. Während der nächsten Jahre landete immer mal wieder eine Bell oder eine Alouette 2 auf dem Sportplatz, um kurz Hallo zu sagen. Am Donnerstag zog der ganze Tross wieder ab. Bemerkenswert fand ich, dass eine halb auseinander genommene Bell UH-1D mittels Zugmaschine und Tieflader abtransportiert wurde. Eckhard Uhde

Hinterlasse einen Kommentar