Project Description

Trutzige Sachsen 85

  • 12.09.1985 bis 20.09.1985
  • Lüneburg, Soltau, Hannover, Mittellandkanal, Minden, Wildeshausen, Bremen, Bremervörde, Hamburg
  • 60.000 Soldaten, 18.000 Rad- und 3.300 Kettenfahrzeuge
  • FTX
  • BRD, USA, NL, UK
  • 1. (GE) Korps (Übungsleitung)

Einheiten:

Blau:
1. Panzerdivision (Hannover)
– Panzergrenadierbrigade 1
– Panzerbataillon 14 (Hildesheim) (Leopard 1 A1A1)
– Panzerbrigade 2 (Braunschweig)
4th (UK) Armoured Brigade (Münster) (Challenger, Chieftain)
– 17th / 21st Lancers
– 2nd Field Regiment Royal Artillery
– 32nd Armoured Engineer Regiment (Munster)
Luftlandebrigade 27 (Iserlohn)
Heimatschutzbrigade 52 (Lingen) (M48 A2GA2 – 105mm)
Teile der Korpstruppen
Stab, Panzergrenadierbrigade 6
Panzerabwehrhubschrauberregiment 16

Rot:
3. (GE) Panzerdivision
– Panzerbrigade 8 (Lüneburg)
– Panzerbataillon 81
– Panzergrenadierbataillon 82
– Panzerlehrbrigade 9 (Munster) (zweite Phase bei Blau)
– Panzerlehrbataillon 94
2nd (US) Armored Division (Fwd) (war der 3. (GE) Panzerdivision unterstellt)
– 3rd Brigade (Garlstedt)
Teile, 11th (US) Armored Cavalry Regiment “Black Horse” (Fulda)
Panzergrenadierbrigade 17 (Hamburg)
Teile der 41. (NL) Panzerbrigade (Seedorf)
– 43. (NL) Panzerbataillon (verst.)
Fallschirmjägerbataillon 262

Die 2nd Allied Tactical Air Force leistete Unterstützung für beide Parteien. Ebenso Teile der 4. LwDiv und die 5. GGW (NL) FlugabwehrRakGruppe

Leitungs- und Schiedsrichterdienst:
– 11. (GE) Panzergrenadierdivision (Oldenburg) für Rot
– 7. (GE) Panzerdivision (Unna) für Blau

Manöverzentrale:
Luttmersen (Wilhelmstein-Kaserne)

Ballungsraum:
Holvede, Rotenburg, Bremerhaven, Lüneburg, Bendingbostel, Bremen, Soltau, Schneverdingen, Grauen, Vahlde, Veerse, Brockel, Westerwalsede, Verden, Posthausen

Aufmarsch: 12.- 14.09.1985
Vorbereitung: 14.- 16.09.1985
Kernübungszeit: 16.09.1985 bis 20.09.1985

Soldaten: 60.000
– Reservisten: 12.000 (10% Absagen)
– Alliierte: 9.000
Radfahrzeuge: 18.000
Kettenfahrzeuge: 3.300
– Kampfpanzer:
Hubschrauber: 220
Jets:

Brückenschläge:
– Elbe bei Glücksstadt, Bielenberg und Wedel/ Lüh durch Fährbetrieb (Bodan- und Mannheimfähren des Pionierkommandos 801 zwischen dem 12.09 und 14.09.1985. Es wurden 3.500 Soldaten mit 800 Rad- und 400 Kettenfahrzeugen der Panzergrenadierbrigade 17 übergesetzt
– Weser bei Windsheim durch Pionierbataillon 110 (M2 Amphibien)
– Aller durch Pionierbataillon 130 (M2 Amphibien)

Luftlandung:
– Bei Hille (westl v. Minden) am Mittellandkanal durch Rot (Fallschirmjägerbataillon 262) mit Hubschraubern und über 700 Soldaten am 16.09.1985 (abends)
– Bei Beppen

Besonderheiten:
– Unterstützung durch Luftwaffenübung “Cold Fire 85”.
– Die Vorbereitungen dazu begannen bereits Ende 1983.
– Es war eine nationale Gefechtsübung des deutschen Feldheeres mit Einbindung von Teilen des Territorialheeres und Verbänden der Bundesluftwaffe.
– Es nahmen 12.000 Reservisten und 9.000 Alliierte teil.
– Es wurden Gesamtkosten in Höhe von 16 Mill. DM veranschlagt (inkl. 5,5 Mill. DM für Manöverschäden)
– Es waren 30 KSZE- Manöverbeobachter bei der Übung zu Gast
– Eine Tageszeitung brachte aufgrund des schlechten Wetters folgende Meldung: “Trutzige Sachsen holen sich schmutzige Haxen”.
– Es wurde erstmalig die Artilleriestruktur 85 und der neu eingeführte dreifarbige Flecktarnanstrich erprobt
– Rund 500 Kettenfahrzeuge haben am den Elbtunnel Richtung Norden passiert. Dabei gab es 12 KM Stau. Einem Marder riss mitten im Tunnel eine Kette.
– Bei Neustadt stürzte ein Hubschrauber in die Leine
– Motto der Übung “Wat mutt dat mutt”
– Der Aufmarsch fand nur über Strassen statt. Für den Rückmarsch in die Standorte wurde auch die Bahn benutzt
– Die 4th (UK) Armoured Brigade verlegte am 13.09.1985 von Münster in einen Verfügungsraum bei Rothenburg und Verden
– Die 3rd Brigade der 2nd (US) Armored Division (Fwd) verlegte von Garlstedt in einen Verfügungsraum westlich von Stade
– Erstmals wurden Leopard 2 ohne Hilfsmittel von Eisenbahnwaggons entladen. Durchgeführt wurde die Aktion vom Panzerbataillon 81 (Lüneburg) in Deinstedt südlich von Bremervörde
– Verteidigungsminister Wörner besuchte die Übung

Wetter:
sehr regnerisch, 16°C