Hessischer Löwe 2002

Hessischer Löwe 20022018-01-30T08:44:28+00:00

Project Description

Hessischer Löwe 2002

  • 21.01.2002 bis 25.01.2002
  • Northeim, Warburg, Steinheim, Holzminden, Höxter
  • 1.779 Soldaten, 422 Rad- und 154 Kettenfahrzeuge
  • FTX, BRD
  • Panzerbrigade 14

Einheiten:
2./ schweres Pionierbataillon 130 (Minden)
4./ schweres Pionierbataillon 140 (Emmerich)
Artillerieaufklärungsbataillon 131 (Mühlhausen)
Panzerartilleriebataillon 2 (Hessisch Lichtenau)
Transportbataillon 370 (Diez)
Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ (Jagel/Kropp)

Blau:
Panzerbrigade 14 (Neustadt)
– Panzerbataillon 64 (Wolfhagen)
– Panzerbataillon 154 (Westerburg)
– Panzergrenadierbataillon 52 (Rotenburg/ Fulda)
– Brigadeaufklärungskompanie 140 (Sontra)
– Panzerpionierkompanie 140 (Stadtallendorf)
– Panzerflugabwehrkanonenregiment 131 (Hohenmölsen)

Rot:
Panzergrenadierbataillon 152 (Schwarzenborn)
Panzerbataillon 143 (Stadtallendorf)

Ballungsraum:
Holzminden, Dassel, Mackensen, Hoppensen, Wangelnstedt, Scherfede, Wellersen, Brakel, Warburg, Lamerden, Wehrden

Brückenschläge:
– Weser bei Wehrden mittels Faltschwimmbrücke durch 4./ schweres Pionierbataillon 140 (Emmerich)
– Weser bei Holzminden mittels M3- Komplettbrücke durch 2./ schweres Pionierbataillon 130 (Minden)
– Weser bei Stahle mittels M3- Komplettbrücke durch 2./ schweres Pionierbataillon 130 (Minden)
– Diemel in Lamerden (Ortsmitte) mittels Biberbrücke durch Panzerpionierkompanie 140 (Stadtallendorf)

Entladebahnhöfe:
– Stadtoldendorf (Güterbahnhof )
– Panzerbataillon 154
– Panzerflugabwehrkanonenbataillon 131
– Northeim (Bahnhof)
– 6./ Panzergrenadierbataillon 52
– Panzerartilleriebataillon 2 (zwei Batterien)

Verladung:
Marsberg (Güterbahnhof) -> Panzerbataillon 154

Eingesetztes Gerät:
Leopard 2, Marder, M113 Serie, Gepard, Panzerhaubitze 2000, M109, Biber, M3 Amphibie
Es kamen 30 Flugzeuge und 7 Hubschrauber zum Einsatz

Archiv E. Uhde:

Archiv Sven:

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One Comment

  1. Free Lion avatar
    Free Lion 31. Dezember 2017 at 11:36

    2002 Hessischer Löwe
    Im Oktober 2001 kurvte mehrmals ein Wolf der BW in der Nähe meines Heimatortes herum. Das taktische Zeichen verriet, dass er dem PzBtl 64 angehörte. Anfang Januar 2002 stand dann die Ankündigung des Manövers „Hessischer Löwe“ in unserer Tageszeitung. Und am Sonntag, dem 20.01. war es endlich soweit: die Panzerbrigade 14 rückte in das Manövergebiet ein. Auf dem Bahnhof in Stadtoldendorf wurden Teile des Panzerbataillons 154 und des Panzerflugabwehrbataillons 131 entladen. Die Fahrzeuge zogen in der kürzlich stillgelegten Yorck-Kaserne in Stadtoldendorf unter. Am gleichen Abend hatte mich Kettengerassel vom sonntäglichen „Tatort“ –Krimi vertrieben. Im Nachbardorf Wellersen zogen die Geparden des PzFlaBtl 131 aus Hohenmölsen auf dem dortigen Ziegeleigelände unter. Im Dorfgemeinschaftshaus nebenan hat sich der Stab des PzBtl 64 eingerichtet. Nach einer kurzen Nacht habe ich zunächst das Vorrücken der Leoparden des PzBtl 154 von Stadtoldendorf in den Verfügungsraum bei Lauenberg begleitet. Die Artillerie war derweil mit ihren Panzerhaubitzen 2000 zwischen Fredelsloh und Moringen in Stellung gegangen.
    Das Übungsszenario sah vor, dass die Übungstruppe „Rot“ von ihrer Ausgangstellung aus dem Raum Northeim in westliche Richtung vorstoßen sollte. Im Lauf des Montages nahmen Teile des PzGrenBtl 152 und des PzBtl 64 ihre Ausgangstellungen westlich der Leine zwischen Sülbeck und Nörten-Hardenberg ein. In der Nacht zu Dienstag rückten sie beiderseits des Höhenzuges Ahlsburg vor. Im nördlichen Abschnitt des Übungsraumes kamen sie bis auf die Linie Odagsen -Edemissen – Dörrigsen heran. Die „roten“ Luchse des PzAufklBtl 5 hatten bei Rotenkirchen den ersten „Feindkontakt“. Sie zogen sich in den Wald der Ahlsburg zurück und sollten etwas später bei Lauenberg auf den Gefechtsstand des PzBtl 154 treffen. Im Schutz einer Buschreihe haben die ersten Marder das Gelände der Domäne Rotenkirchen erobert. Ein Angriff von mehreren PAH Bo 105 wurde mit Feuerstößen aus der 20 mm Bordkanone abgewehrt. Mittlerweile stehen sich im offenen Gelände zwischen Odagsen und Dassensen Leoparden beider Übungsparteien gegenüber. Es fallen Schüsse aus dem Kadag. „Blau“ verzögert sehr geschickt, so dass „Rot“ nur langsam vorwärts kommt. Noch am Mittag des zweiten Übungstages steht „Blau“ in gut vorbereiteten Verteidigungsstellungen rund um Dassensen. Da hatte sich die im Vorfeld der Übung durchgeführte Geländeerkundung der Kompanieführer des PzBtl 64 ausgezahlt.
    Der Stab des PzBtl 64 hat gegen Mittag den Gefechtsstand in Wellersen aufgegeben und in den Raum Arholzen verlegt. Die Panzerhaubitzen des PzArtReg 2 haben neue Stellungen weiter westlich in der Nähe von Deensen bezogen. Die Geparden des PzFlaBtl 131 sicherten den gesamten Luftraum des Übungsraumes gegen Angriffe von Kampfflugzeugen. Am späten Nachmittag des Dienstag hielt „Blau“ eine Linie Lauenberg – Hoppensen – Markoldendorf und der Gefechtsstand von „Rot“ zog in meinem Heimatort Dassensen unter. In den Abendstunden verlegte „Blau“ in Richtung Bevern bei Holzminden und „Rot“ folgte in der Nacht nach bis in den Raum Lobach.
    Am dritten Übungstag verlegte die gesamte Panzerbrigade 14 über die Weser. Die Brückenschläge fanden bei Holzminden und Wehrden statt. Es gab spektakuläre Angriffe der Brücken von Tornados, die von den Kanonen der Geparden in Schach gehalten wurden. Im Lauf des Tages schwenkte der gesamte Manövertross in südwestliche Richtung ab. Am Donnerstag fanden weitere „Gefechte“ im Raum Warburger Börde statt. Dort wurde die Übung „Hessischer Löwe“ beendet. Traurig stimmt der Umstand, dass kurze Zeit später die PzBrig 14 im Zuge der allgemeinen Truppenreduzierung aufgelöst wurde.
    Eckhard Uhde

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